Vorhandene 2D-Apps für Mobilgeräte sind automatisch mit Android XR‑Headsets und kabelgebundenen XR‑Datenbrillen kompatibel, sofern sie keine Funktionen erfordern , die nicht unterstützt werden, z. B. Telefonie. Nutzer können wichtige Aufgaben in einer mit Android XR kompatiblen App ausführen, die Nutzererfahrung ist jedoch weniger optimal. Idealerweise sollten Sie ein differenziertes Erlebnis für XR entwickeln, das Funktionen implementiert, die nur auf XR‑Geräten verfügbar sind. Weitere Informationen finden Sie in unserem Entwicklerleitfaden zum Übertragen Ihrer App in 3D mit XR.
Während Sie räumliche Funktionen für Ihre App entwickeln, können Sie die vorhandene App-Erfahrung auch für Nutzer optimieren, die sie bereits auf ihren Android XR‑Geräten verwenden. Folgen Sie dazu den Richtlinien zur adaptiven App-Qualität und streben Sie mindestens Unterstützung der Stufe 2 an. Sehen Sie sich die Abschnitte in diesem Leitfaden an, in denen die Bereiche hervorgehoben werden, auf die Sie sich konzentrieren können, um Ihren Nutzern unter Android XR ein optimales Erlebnis zu bieten.
App prüfen
Prüfen Sie Ihre App für jede der folgenden Kategorien, die sich häufig auf die App-Erfahrung unter Android XR auswirken. Für jede Kategorie finden Sie die entsprechenden Richtlinien für adaptive Apps und Entwicklerleitfäden, die Ihnen helfen, eine optimale adaptive Erfahrung zu entwickeln.
Display und Ausrichtung
Viele häufige Probleme unter Android XR werden durch Annahmen zur Ausrichtung und Bildschirmkonfiguration eines Geräts verursacht.
Zu prüfen
- Abweichungen bei der natürlichen Ausrichtung: Die meisten Mobiltelefone haben eine natürliche Ausrichtung (
Surface.ROTATION_0), die dem Hochformat entspricht. Viele XR‑Geräte verwenden jedoch das Querformat als natürliche Ausrichtung. - Feste Codierung der Ausrichtung vermeiden: Wenn Sie die Ausrichtung einer App fest codieren, kann sie nicht an verschiedene Bildschirme und Formfaktoren angepasst werden.
- Konfigurationsänderungen: Achten Sie darauf, dass Ihre App Konfigurationsänderungen verarbeitet. Gehen Sie beim Layout Ihrer App nicht davon aus, dass es sich um ein Mobiltelefon handelt.
- Layout und Rendering: XR‑Geräte wie XR‑Headsets und kabelgebundene XR‑Datenbrillen können Displays mit sehr hoher Auflösung haben. Prüfen Sie die spezifischen Fensterbegrenzungen anstelle der physischen Anzeigegröße, um zu große oder abgeschnittene UI-Elemente zu vermeiden. Platzieren Sie App-Inhalte und interaktive Schaltflächen nicht zu nah am Rand eines Fensters, um Clipping zu vermeiden.
Anleitung
- Entwicklerleitfäden:
- Richtlinien für adaptive Apps:
Dynamische Größenänderung und Mehrfenstermodus
XR‑Headsets und kabelgebundene XR‑Datenbrillen bieten räumliche Umgebungen, in denen die Größe von App-Fenstern geändert und sie frei positioniert werden können.
Zu prüfen
- Größenänderung von Fenstern unterstützen: Der Fortschritt des Nutzers, die Scrollposition und die Texteingabe sollten während und nach Größenänderungen erhalten bleiben. Außerdem müssen Sie die UI Ihrer App an die neuen Fensterabmessungen anpassen.
Anleitung
- Entwicklerleitfäden:
- Richtlinien für adaptive Apps:
Kameras
Bei Kamera-Apps sind besondere Überlegungen zu Sensoren und den virtuellen Frontkameras auf XR‑Headsets und kabelgebundenen XR‑Datenbrillen erforderlich.
Zu prüfen
- Natürliche Geräteausrichtung: XR‑Geräte verwenden häufig das Querformat als natürliche Ausrichtung. Das System zählt die Rotationswerte des Kamerasensors relativ zur natürlichen Ausrichtung des Geräts. Wenn der Kamerasensor auf XR‑Geräten also einen Rotationswert von 0 Grad hat, ist die Ausrichtung normalerweise quer. Auf einem Smartphone ist die Ausrichtung normalerweise hoch. Gehen Sie daher nicht davon aus, dass die Ausrichtung des Geräts oder des Kamerasensors auf dem Rotationswinkelwert basiert.
- Virtuelle Frontkameras: Im Gegensatz zu einem Mobiltelefon bieten XR‑Geräte mit einer Frontkamera eine virtuelle Avataransicht des Nutzers. Diese virtuelle Ansicht kann horizontal gespiegelt sein. Ihre App sollte daher keine bestimmte Ausrichtung annehmen.
Anleitung
- Entwicklerleitfäden:
- Richtlinien für adaptive Apps:
Eingabe
Apps sollten die verschiedenen Eingabemethoden unterstützen, die auf XR‑Headsets und kabelgebundenen XR‑Datenbrillen verfügbar sind.
Zu prüfen
- Berührungsziele: Verwenden Sie größere Berührungsziele als bei anderen Formfaktoren, um die Präzision, den Komfort und die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern.
- Tastaturunterstützung: Testen Sie Ihre App sowohl mit der virtuellen Systemtastatur als auch mit externen Tastaturen.
- Gamepad-Unterstützung: Unterstützen Sie Gamecontroller beim Navigieren in App-Menüs und während des Spiels.
Anleitung
- Entwicklerleitfäden:
- Richtlinien für adaptive Apps:
- Touch_Targets (Informationen zu XR‑spezifischen Zielgrößen finden Sie unter Ziele in Android XR).
- Keyboard_Input
Systemlebenszyklus
Apps sollten Systemlebenszyklusereignisse ordnungsgemäß verarbeiten.
Zu prüfen
- Audio- und Videokontinuität bei Größenänderungen: Die Medienwiedergabe sollte während der Größenänderung des Fensters synchron bleiben.
- Audio- und Videokontinuität beim Auf- und Absetzen: Die Medienwiedergabe sollte an der Stelle fortgesetzt werden, an der sie unterbrochen wurde, wenn ein Nutzer das Gerät absetzt oder wieder aufsetzt.
Anleitung
- Entwicklerleitfäden:
- Richtlinien für adaptive Apps: